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Kinderhaus Pilgerbrunnen, Zürich

Kinderhaus Pilgerbrunnen, Zürich

Bauherrschaft: Evangelische Frauenbund Zürich efz 
Wettbewerbsart: Projektwettbewerb
Rang/Preis: 1. Rang
Jahr: 2019
Projektpartner: Westpol Landschaftsarchitektur, Basel
Visualisierung: Nightnurse Images, Zürich

Ein Städtebauliches Passstück
Weiterbauen am Bestand und Wertschätzung gegenüber der Architektur vom Brahmshof, erstellt von den Architekten Kuhn, Fischer Hungerbühler im Jahre 1991, bilden die Ausgangslage für unseren Projektbeitrag. Der Ersatzneubau Pilgerbrunnen vereinigt die beiden Hofrandfiguren Brahmshof und Pilgerbrunnen zu einer neuen dualen Einheit. Die Gebäudehöhe des Brahmshofs wird übernommen. Ein allseitig zurückversetztes Attikageschoss erlaubt die Optimierung von Wohnraum ohne den Gebäudekörper als Gesamtheit zu überformen. Auch die Balkon- und Laubengangelemente werden weitergeführt und als prägende und identitätsstiftende Bauteile verwendet.

Wohnen für Kinder - Kinderheim (Teilprojekt A)
Eine gewendelte Treppe verbindet die Eingangshalle und die Kontaktzone in den beiden Obergeschossen. Im Erdgeschoss befindet sich im nordwöstlichen Flügel die Verwaltung mit Sitzungszimmern und Sekretariat. Im westlichen Flügel liegt der Gemeinschaftsbereich. Dieser ist unterteilt in einen internen Bereich - direkt zugänglich vom Kinderheim - sowie einem externen Bereich mit seitlichem Zugang. In den oberen Geschossen bildet die gewendelte Treppe und die Kontaktzone das Scharnier zwischen zwei Wohngruppen. Direkt an die Kontaktzone ist das jeweilige Büro angeordnet, was einen sofortigen Zugriff zur Kontaktzone ermöglicht.

Spiel und Raum im Kinderhaus - Kita (Teilprojekt B)
Mit einem minimalen Eingriff in den Bestand erfolgt die Adressierung und der Zugang neu von Süden über die Brahmsstrasse. Dadurch kann der Innenhof klar abgegrenzt werden und wird sicherheitstechnisch optimiert. Mit dem Zusammenlegen der Garderoben für jeweils zwei Gruppen können die Kinder ausserhalb des Sicherheitsperimeters abgegeben werden. Trotzdem hat jede Gruppe ihren separaten Bereich und Zugänge zur jeweiligen Gruppe. Die Garderobe als Schmutzschleuse ermöglicht den Kindern der Kita den Zugang sowohl zum Innenhof als auch zum südlichen Aufenthalts- und Spielbereich entlang der Brahmsstrasse.

Wohnen am Pilgerbrunnen - Neubau Wohnungen (Teilprojekt C)
Inklusive der vier Grosswohnungen werden insgesamt 43 Wohnungen im Neubau Pilgerbrunnen angeboten. Dies Erschliessung nimmt die Thematik der kommunikativen horizontalen Erschliessung vom Brahmshof auf, vermeidet jedoch zusätzliche Einblicke in den geschützten Innenhof des Kinderheims. Aufgrund der geforderten Sicherheitsaspekte erfolgt eine Umkehrung der prinzipiellen Organisation des Brahmshof, mit einem nach Aussen orientierten Laubengang sowie einer durchgehenden zum Innenhof orienterten Balkonschicht für die Wohnungen. Beim Austritt vom Treppenhaus zum Laubengang wird jeweils eine gemeinschaftlich nutzbare Orangerie vorgeschlagen. Der Gemeinschaftsraum im Dachgeschoss ermöglicht einen freien Blick nach Süden über den Brahmshof hinweg. Eine rückversetzte Aussentreppe verbindet die gemeinschaftlichen Räume vom Pilgerbrunnen und Brahmshof miteinander.